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Verantwortung

Liebe Leserinnen und Leser,
wir melden uns nun nach einer kleinen Winterpause mit neuen Beiträgen zurück. Auf dem Desktop unserer Smartphones begrüßen uns nun keine Minusgrade mehr, sondern eine lächelnde Sonne bei geschmeidigen acht bis neun Grad. Aus diesen anfänglichen Frühlingstemperaturen wollen wir neue Energie schöpfen und mit vielen weiteren Themen durchstarten, die die grubelnden Köpfe unserer Kinder beschäftigen. Zunächst haben wir uns mit dem Thema Verantwortung beschäftigt. Ein Jeder kennt sie, ob er sie nun gegenüber jemanden hat, oder ob er sie von anderen erfährt. Verantwortung ist ein sehr breit gefächerter Begriff, daher fallen die Interpretationen unserer Kinder auch in die verschiedensten Richtungen aus. Nehmen sie sich einen kleinen Moment und schauen sie mal, welch erstaunliche Erfahrungen kleine Menschen bereits mit dem Thema Verantwortung gemacht haben:

„Verantwortung bedeutet vor anderen Leuten Respekt zu haben, zum Beispiel vor den Eltern oder vor größeren Geschwistern. Oder wenn Kinder wie ich auf einen kleineren Cousin aufpassen, dass ich weiß dass ich für ihn die Verantwortung habe und auch Respekt vor ihm habe. Und ich muss für meine Klasse und Freunde Verantwortung haben und sie auch für mich.“
Aylin (10)

„Verantwortung für:

  • geliebte Menschen
  • Tiere
  • Kinder
  • Eltern
  • Zukunft
  • Klasse/Schule
  • Umwelt, indem man keinen Müll auf die Straße wirft. Man sollte Strom sparen. Mit Wasser sollte man nicht sorglos umgehen!
  • Für uns selber, dass wir lernen wer und was für uns gut ist. Verantwortung für mich selber heißt, dass es mir gut geht wenn ich mit meinen Freunden und meiner Familie zusammen bin. Wenn ich meine Hobbies(Singen und Tanzen) ausüben kann. Verantwortung für mich hei´t auch, dass ich so gut ausgebildet werde, dass ich immer auf eigenen Beinen stehen kann!“
    Melissa H. (15)

„Wann hat man die Verantwortung?

Verantwortung hat man wenn man zum Beispiel wie ich auf einen jüngeren Bruder aufpasst. Meine Eltern haben die Verantwortung zum Beispiel über mich und meinen kleinen Bruder. Ihr fragt warum? Weil sie älter sind als wir! Gäbe es keine Verantwortung, wäre die ganze Welt chaotisch, glaubt mir!“
Leyla (10)

„Verantwortung ist für mich auf die kleinen Kinder aufzupassen und immer zu helfen. Ich bin manchmal froh dass meine Schwester mir manchmal hilft. Ich werde immer meinen Geschwistern helfen und ich werde auch immer für meine Geschwister sorgen. Ich will, dass es meinen Geschwistern immer gut geht.“
Mila (12)

„Ich gehe manchmal mit Aydin raus und dann sagt meine Mutter:“Pass auf ihn auf“. Als ich das gehört habe, habe ich eine große Verantwortung bekommen! Ich habe ihn nicht aus meinen Augen gelassen. Bei deutschen Familien ist es zwar nicht so aber bei ausländischen Familien muss immer der größte aufpassen. Wenn ich von meinen Freunden ein Spiel bekomme, muss ich auf das Spiel aufpassen, ich darf es nicht meinem kleinen Bruder oder so geben. Wenn ich bei Wilma bin und ein Buch lese, darf ich es nicht einfach irgendwo hin tuen. Wenn ich draußen bin und sich Leute kloppen, ist es meine Bestimmung sie auseinander zu halten. Das war mein Blog-Beitrag.“
Süleyman (12)

„Verantwortung ist, wenn jemand einem anderen etwas anvertraut oder wenn man die Verantwortung über seinen kleinen Bruder hat. Die Eltern haben auch die Verantwortung über uns. Man hat auch die Verantwortung über sich selber. Verantwortung ist auch, wenn zum Beispiel ich ein Geheimniss einer anderen Freundin erzähle, dann hat meine Freundin mir gegenüber Verantwortung.“
Esra (10)

„Verantwortung bedeutet, wenn jemand Respekt vor anderen hat. Man kann Verantwortung für Pflanzen, Bekannten oder Tieren haben. Mit Geld kann man verantwortungsvoll umgehen, indem man keinen Müll ablässt. Unsere Eltern haben über uns Verantwortung. Wir Menschen sollten auch über Wasser und Essen Verantwortung haben! Ich habe zum Beispiel Verantwortung für meinen kleinen Bruder und meiner Klasse. Ich habe auch Verantwortung für meine Freunde! Die Kinder haben auch Verantwortung für die Religion beziehungsweise Eltern! Man hat auch Verantwortung für sich selber.“
Sevim (10)

„Was bedeutet Verantwortung?

Verantwortung ist so etwas wie, dass man auf jemanden aufpassen soll oder dass eine Person mit Verantwortung darauf achten soll, dass Plastikmüll nicht in den Papiermüll geworfen wird. Verantwortung ist zum Beispiel, dass wenn du Verantwortung gegenüber Tiere hast, dass jetzt keine Giraffe mit einem Nashorn in ein Gehege zusammen ist, weil sie nur versuchen werden sich zu verletzen.“
Esra (10)

„Verantwortung bedeutet für mich, wenn man auf etwas aufpasst, zum Beispiel auf kleinere Geschwister, wenn die Eltern nicht da sind, dann trägt man die Verantwortung, oder man hat sich von jemand anderen ein Fahrrad geliehen, dann muss man darauf aufpassen, wenn etwas passiert, hat man Schuld, weil man die Verantwortung hatte. Ab einem bestimmten Alter trägt man die Verantwortung über sein Leben oder was man tut. Zum Beispiel über die Wohnung, die Kinder, den Job und das Auto.“
Damla (13)

„Verantwortung ist..

Verantwortung für sein Leben zu übernehmen bedeutet, dass wir aufhören, wenn wir traurig sind, andere für unsere Probleme zu verantworten. Es bedeutet, dass wir nicht unserem Freund, den Eltern, anderen Verwandten oder unseren Freunden die Schuld zu geben, wenn wir gereizt oder unglücklich sind. Verantwortung zu übernehmen bedeutet auch Entscheidungen zu treffen und bereit zu sein die Konsequenzen, die entstehen zu tragen. Verantwortung war bis jetzt das schwierigste Thema für uns Kinder, aber wir haben es geschafft! Viel Spaß beim Lesen.“
Jenny (13)

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Unterschiede zwischen den Generationen

Oft hört man von den Erwachsenen: „Die Kinder heutzutage..“, beendet wird der Satz in vielen verschiedenen Variationen, die Eine besser als die Andere. Doch welche Gedanken machen sich die Kinder über dieses Thema? Was denken sie wirklich?

„Der größte Unterschied zwischen mir und meinen Eltern ist, dass sie früher keine Handys hatten und ich schon, obwohl ich noch sehr jung bin. Sie konnten nicht so wie ich einfach per Whattsapp fragen: „Hey, lass mal raus!“. Sie sind vor die Haustür gegangen und haben ihre Freunde einfach abgeholt! Das Leben meiner Eltern war besser als meins jetzt.“
Liljeta (10)

„Das heutige Leben ist anders, es hat sich viel verändert in dieser Zeit. Die Kindheit unserer Eltern war ganz anders, zum Beispiel gab es keine Handys wie heutzutage. Mein Vater hat mit seinen Freunden Dosen-Fußball gespielt oder sie sind mit ihren Fahrrädern bis nach Gelsenkirchen gefahren. Meine Mutter hatte kaum etwas, denn sie hatte einen sehr strengen Vater. Sie hat mir mal erzählt, dass sie mal als junges Mädchen, ungefähr in meinem Alter, eine Puppe gefunden hat. Diese Puppe war alles für sie, ihr einziges Spielzeug, sie war für meine Mutter Gold wert! Nicht so wie bei uns, nach einem Monat schon die nächste Barbie oder Puppe. Meine Mutter musste auch mit 16 heiraten. Krass, aber wahr. Es war auch nicht nur meine Mutter, sondern viele andere Mütter wurden auch so früh verheiratet. Zwangsheirat nennt man das. Als ich so klein war wie meine Schwester, durfte ich immer bis 18-19 Uhr draußen mit anderen spielen und hatte nur so ein Tastatur- Handy, um mit meinem Papa zu telefonieren, weil wir woanders gewohnt haben. Jetzt hat meine Schwester ein teures Handy, S4 und S5! Meine Mutter hatte normale Kleidung oder Schuluniform. Da gab es keine Markensachen, jeder hatte das Gleiche an und bei meinem Vater war es auch so. Er wurde zwar hier geboren und ging auf dieselbe Schule, auf der ich jetzt drauf bin. Also hat sich vieles verändert. Zum Beispiel werden die Kinder auch frecher, hahaha. Dazu gehöre ich auch, aber nicht zu meinen Eltern, sondern zu anderen Kindern, die mich nerven. Es ist traurig, dass sich alles so stark verändert hat. Ich bin zwar auch oft an meinem Handy, habe aber auch gleichzeitig gute Noten (meistens) und helfe auch im Haushalt! Meine Eltern wurden auch früh Eltern. Meine Mutter schon mit 18 und mein Vater mit ungefähr 24-25. Heutzutage ist das nicht so, das ist auch besser finde ich. Früher war alles auch strenger als heute. Meine Lehrerin hat uns erzählt, dass sie so viel wie wir haben nicht hatte. Wir wollen heutzutage sehr viel um anderen zu gefallen oder wir machen uns zu viele Gedanken, was andere über uns denken oder uns gegenüber fühlen. Früher waren die Kinder noch Kinder, so mit 11-12. Sie waren befreundet und nicht direkt befreundet und mit 14-15 schwanger. Okay, bestimmt manchmal schon, aber heute ist es viel mehr! Ich kenne so viele, die mit 11-12 eine Beziehung haben, die eh nur Kindergarten ist. Ja, man kann jemanden lieben, das ist auch normal, hat jeder mal von uns. Trotzdem werden wir heutzutage viel zu schnell erwachsen, wir benehmen uns älter. Krass, aber wahr. Wir bekommen so viel Taschengeld, zwar nicht alle aber viele! Mein Vater hat 50 DM bekommen und es hat ihm gereicht und wir sind nicht einmal mit 50€ zufrieden. Auch ich manchmal, also ich habe eine Freundin sie ist 14 und sie hat kein Handy, keine Markenkleidung, aber es ist nicht schlimm. Also das ändert sie nicht. Ich finde das sogar gut mit dem Handy, dass sie das aushält oder gar nicht so braucht! Das ist toll! Ich könnte jetzt so vieles noch schreiben, aber die meisten wissen es. Es ist nicht wichtig ein teures Handy zu besitzen oder teure Kleidung oder so schnell erwachsen zu werden.  Ich würde gerne mal einen Tag so leben wie meine Eltern, um zu gucken wie es ist.“
Damla (13)

„Früher gab es zum Beispiel keine Handys und heutzutage streiten wir uns, weil wir kein Touch- Handy haben! Wir sitzen und zocken PS3 und früher waren sie draußen und haben Gummitwist gespielt oder waren Seilspringen. Als unsere Eltern klein waren (9-10 Jahre), mussten sie alles alleine machen und heute machen unsere Eltern alles für uns. Früher mussten unsere Eltern auch zur Schule laufen und wir werden heute gefahren.“
Aylin (10)

„Die Generation früher finde ich besser, weil die Leute zu denjenigen hingegangen sind und nicht per Nachricht geschrieben haben, wie jetzt. Traurig, aber wahr. Heutzutage schreiben wir Nachrichten, damit wir uns treffen. Jetzt mal zu dem Thema Liebe und Zivilcourage, eigentlich wollte ich dazu nichts schreiben, aber ich muss, weil ich anderen die Augen öffnen will! Heutzutage hält mein Handyakku länger als eine Beziehung! Und dann wollen mir diese Leute über Ehre und Respekt erzählen, hahaha nicht dass ich lache. Die Leute die auf cool tun sind in meinen Augen nicht cool. Oder diejenigen, die andere schlagen. Das geht gar nicht. Früher gab es wahre Liebe und Zivilcourage, man hatte richtige Freunde und nicht solche, die einen ausnutzen. Heute gibt es leider kaum einen der so denk wie ich. 20% vielleicht oder sogar weniger. Ich gebe mein Bestes, damit die Leute es langsam mal checken!“
Merve (16)

„Früher hatten unsere Eltern keine Handys und wir heulen rum, weil wir „nur“ ein Nokia haben. Unsere Eltern sind kilometerweit gelaufen, um sich zu treffen. Ich würde nicht gerne mit meiner Mutter tauschen. Sie hat 9 Geschwister und mein Opa hatte nicht so viel Geld, also mussten sie sich alles teilen. Wir sitzen vor der Glotze und unsere Eltern kletterten auf Bäumen. Mein Vater hatte nicht einmal Spielzeugautos und ich habe eine PS3, ein Handy, einfach alles. Mein Leben ist super. Meine Mutter konnte keinen Kindergarten besuchen, weil dafür das Geld nicht gereicht hat. Meine Mutter musste immer den Haushalt machen, nie durfte sie raus oder sich mit Freunden treffen. Meine Mutter durfte keinen Alkohol trinken, heute trinken 12-Jährige Alkohol. Echt traurig!“
Süleyman (12)

„Zu dem Thema „der Unterschied zwischen unserer Generation und der Generation unsere Eltern“ möchte ich sagen, dass es in jeder Zeit etwas Positives und Negatives gibt. Unsere oder die Zeit unserer Eltern/Großeltern ist nicht besser oder schlechter, sondern einfach anders. Es kommt einfach darauf an was jeder Einzelne von uns daraus macht. Klar, die Jugend von heute hat viel mehr materielles zur Verfügung (Xbox, Playstation,Handy, und, und, und …), aber ob diese Dinge wirklich glücklich machen, bezweifle ich. Heutzutage hat man aber viel mehr Schwierigkeiten einen Ausbildungsplatz zu finden. Man sollte einfach das Beste aus seiner Zeit machen, denn nur so bleibt sie in Erinnerung.“
Jacqueline (17)

„Unsere Eltern hatten keine Playstations, Handys und so weiter. Meine Eltern haben mir erzählt, dass sie immer auf der Straße gespielt haben. Ihnen ging es nicht so gut, wie es uns heutzutage geht. Ich werde von meinen Eltern überall hingefahren, früher musste man immer laufen. Die meisten Kinder kriegen jetzt auch Taschengeld!“
Leyla (10)

Eltern

Dies war kein einfaches Thema für unsere Kinder. Die Beziehung zu den Eltern ist eine sehr persönliche. Oft ist es für Kinder schwierig in einer solchen persönlichen Beziehung die richtigen beschreibenden Worte zu finden. Unsere Kinder haben sich dennoch viele großartige Gedanken dazu gemacht und mit einer erstaunlichen Menge an Ehrlichkeit und Witz ihre Beziehung zu ihren Eltern beschrieben.

„Ich bin froh über meine Eltern. Sie sind sehr korrekt zu mir und meinen Freunden. Sie erlauben mir Vieles, außer zu rauchen. Mein Vater ist wie mein Kollege, wir machen viele Sachen und lachen auch zusammen. Er disst mich manchmal und ich ihn auch, hahaha. Er spricht so wie wir, also wie die Jugendsprache, hahaha. Meine Eltern sind geschieden. Für manche ist das ein Problem, aber für mich ist es ganz ok. Ich bin daran gewöhnt. Ich kann immer zu meinem Papa gehen oder auch Zuhause bleiben bei Mama. Meine Mama ist auch eine tolle Frau. Sie ist jung und macht auch vieles mit. Meine Mama verwöhnt mich sehr, ich bekomme fast alles was ich möchte, auch wenn ich ein paar schlechte Noten habe. Sie arbeitet hart für uns. Sie hat keinen Abschluss, denn sie musste mit 16 Jahren heiraten (in der Türkei), dann kam sie nach Deutschland. Sie konnte kein Wort deutsch. Meine Mama hat mich mit 18 Jahren auf die Welt gebracht. Sie war jung, aber sie hat mich sehr gut mit meinem Papa aufgezogen. Ich hatte eine tolle Kindheit, war jeden Tag draußen, ich wollte nicht nach Hause, lieber noch etwas spielen. Ich bin froh, dass ich so eine tolle Mutter habe, ich liebe sie über alles und meinen Vater auch. Insallah passiert ihnen nicht schlimmes, meine Freunde beneiden mich um meine Eltern, hihi ♥“
Damla (13)

„Die Eltern sind was ganz anderes als wie die Freunde. Die Eltern sind die besten Menschen der Welt für die Kinder. Wenn es unsere Eltern nicht geben würde, würden wir nicht existieren. Meine Mutter ist die beste für mich. Ich bin froh, dass ich solche Eltern habe. Man kann sich immer auf sie verlassen. Meine Eltern sind nicht jung, aber sehr intelligent. Meine Eltern sind immer für mich da. Sie lieben mich und meinen Bruder über alles. Mein Papa will immer mit mir überall hingehen und er kauft mir immer alles, was meine Freunde haben, damit ich kein Außenseiter bin.“
Eda (10)

„Ich bin glücklich, dass meine Mama mir so vieles kauft. Sie ist hübsch und nett. Mein Papa ist besondern klug, richtig witzig und ich kann viel von ihm lernen. Gott sei Dank, habe ich keine geizigen und bösen Eltern. Ich bin froh, dass sie mit mir in Freizeitparks oder schwimmen gehen. Und wenn schönes Wetter ist, dann gehen wir Eis essen oder fahren nach Oberhausen mit Freunden von meiner Mama. Andere Eltern sind auch geschieden, bei unseren Eltern ist das so, dass es nicht schlimm für mich und meine Schwerster ist. Bei einer Freundin von mir ist das so, dass ihre Eltern getrennt sind und sie den Vater überhaupt nicht sieht. Ich sehe beide jeden Tag.“
Pelin (11)

„Gott sei Dank hat meine Mama mir erlaubt am ersten Tag bei WiLmA zu blieben, obwohl wir weg mussten. Ich bin froh, dass meine Mama und mein Papa gesagt haben, wir bekommen keine PS3 und eine Überraschung gemacht haben. Sie haben sie uns dann doch geschenkt! Ich bin glücklich, wenn meine Mama zufällig in mein Zimmer kommt uns sagt: „Wir gehen in die Stadt Eis essen!“
Adem (12)

„Ich könnte ohne meine Eltern nicht leben. Meine Eltern sind mir sehr wichtig. Zum Glück habe ich meine Eltern und nicht andere Eltern. Meine Eltern sind sehr cool.“
Anita (9)

„Meine Eltern sind die Besten. Ich bin froh, dass meine Eltern nicht getrennt sind. Meinen Eltern ist es egal wie ich aussehe. Meine Eltern geben mir immer Liebe. Ich bin glücklich, dass ich solche Eltern habe.“
Michelle (12)

„Meine Eltern sind wie Engel für mich. Sie sind immer für mich da, wenn ich etwas brauche. Mir wird nichts passieren, denn sie werden mich immer beschützen. Wenn es mir schlecht geht, dann muntern meine Eltern mich auf, sie schenken mir sehr viel Liebe. Sie besorgen mir Kleidung, wenn meine Kleidung kaputt ist. Sie trösten mich, wenn ich mal traurig bin.“
Ayca (10)

„Ich könnte ohne meine Eltern nicht leben. Die Eltern sind die besten Eltern der Welt. Wenn wir keine Eltern hätten, könnten wir nichts Essen. Meine Mama und mein Papa sind fleißig, weil sie arbeiten. Ich bin glücklich, dass meine Mama und mein Papa mich nicht abgegeben haben, sonst wäre ich jetzt nicht bei meinen richtigen Eltern. Meine Mama und mein Papa werden sich niemals trennen. Und die Geschichte ist fertig.“
Beyza (9)

Meine Eltern sind sehr besonders. Das Besondere an meiner Mutter ist, dass sie mich nicht verpetzt, wenn ich einen Freund habe oder schlecht in der Schule bin. An meinem Vater ist das Besondere, dass er mir Geld gibt, wenn meine Mutter ’nein‘ sagt. Dafür liebe ich meine Eltern.“
Liljeta ( 11)

Urlaub ist…

Diesmal hat es etwas länger gedauert, bis wir den nächsten Beitrag zusammen mit den Kindern verfasst haben. Den Grund kennt ihr schon.. den könnt ihr im Titel unseres Beitrags entdecken. Viel Spaß beim Lesen. Denn das ist, was Kinder und Jugendliche wirklich darüber denken:

„Urlaub ist etwas sehr Schönes. Wir fahren jedes Jahr in den Urlaub und ich finde es sehr toll. Es macht mich traurig, wenn ich darüber nachdenke, dass andere nicht in den Urlaub fahren können.“
Michelle (12)

„Wir fahren jedes Jahr in den Urlaub, meistens nach Polen. Im nächsten Jahr fahren wir mit meinem Papa, mit meiner Mama, mit meinem Onkel, mit meinen zwei Cousinen und mit meinen 2 Schwestern in die Türkei.“
Wiki (11)

„Also Urlaub ist toll. Aber wir waren lange nicht mehr in der Türkei, nicht weil wir uns das nicht leisten können, sondern weil wir unser Geld immer ausgeben, also oft oder wir keine Lust haben. Hahaha, nein nein Spaß, aber das ist wirklich so. Wir fahren immer irgendwo hin, aber in Deutschland. Nächsten Sommer fliegen wir in die Türkei. Urlaub ist schön.. meistens (hahaha). Man kann Vieles da erleben, z.B. positives oder negatives. Oder manche besuchen ihre Familie, möchten das Land in das sie fliegen erforschen, oder manche müssen wegen Geschäftlichem fliegen, oder wegen shoppen. Ich würde gerne mal nach New York oder Australien reisen.“
Damla (13)

„Urlaub heißt für mich: entspannen, mal Ruhe von allem haben z.B. Schule, Familie, Job usw. Oder man fährt mit der Familie… aber für mich heißt das Entspannung puuuur! 🙂 Man sollte sich richtig entspannen können und Spaß haben, am Besten mit Freunden. Urlaub ist auch, wenn man einfach mal woanders ist. Man sollte einmal im Jahr Urlaub machen, es würde reichen finde ich. Wenn man mal auch z.B. kein Geld hat, kann man auch sparen oder nicht in den Urlaub fahren, mal was anderes machen z.B. HANDY AUS!“
Merve (16)

„Ich fahre nicht oft in den Urlaub, denn meine Eltern arbeiten. Wir fahren jedes mal nach Russland. Nächstes Jahr fahren wir wahrscheinlich wieder nach Russland, denn wir vermissen unsere Familie sehr. Ich bin meinen Eltern sehr dankbar, dass wir überhaupt in den Urlaub fahren, denn andere Kinder fahren gar nicht.“
Jenny (12)

„Wir fahren nicht zu oft in den Urlaub, weil wir uns das nicht leisten können und weil wir zu viele Kinder sind, aber ich bin froh dass wir manchmal in den Urlaub fahren.“
Mila (12)

„Also wir fahren oft in den Urlaub, das freut mich sehr und es macht mir Spaß. Aber es gibt Familien die nicht in den Urlaub fahren können. Das bringt mich zum nachdenken, die würden auch gerne ins Hotel fahren aber können es sich nicht leisten. Wir sollten es zu schätzen wissen. Das letzte Mal war ich in den Sommerferien in der Türkei. Ich habe mich gefreut, dass ich meine Oma und meinen Opa sehen konnte. Andere Kinder können nicht in den Urlaub fahren und ihre Oma und ihren Opa nicht sehen. Urlaub ist eine schöne Pause, da kann man sich richtig erholen. Aber andere Kinder bleiben Zuhause und sitzen Zuhause und WIR, wir sind im Urlaub und haben unseren Spaß und denken nicht an die anderen Kinder, die sich das nicht leisten können.“
Süleyman (12)

„Urlaub ist die Zeit, in der man sich von der Arbeitszeit erholt, dass man alles mal vergessen und sich entspannen kann. Urlaub ist..etwas Neues lernen und sehen, neue Kulturen kennen zu lernen. Manchmal braucht man mal für eine kurze Zeit einen Tapetenwechsel. Ich selbst war noch nicht im Urlaub, da es oft schwierig ist wegen dem Urlaub meiner Eltern, dafür gibt es dann immer mal andere kleine Dinge, an denen ich mich erfreuen kann. Schade finde ich es schon, nur man kann ja nicht alles haben/bekommen :)“
Jacqueline (17)

„WiLmA ist…“

Liebe Leser und Leserinnen,

wie versprochen gibt es nun die ersten Gedanken unserer Kinder. Einleitend haben wir uns darüber Gedanken gemacht, was WiLmA überhaupt für jeden Einzelnen bedeutet. Wie ihr selbst gleich lesen werdet, trägt WiLmA für jeden eine unterschiedliche Bedeutung.

Dies ist dabei heraus gekommen:

„WiLmA ist toll, weil wir alle zusammen nach Draußen gehen und was spielen.“
    Melda (9)

„WiLmA ist mein zweites Zuhause, die Leute hier sind super cool. Bei WiLmA habe ich gelernt, dass es kein ‚ich kann nicht‘ gibt! Hier bei WiLmA habe ich sehr viel gelernt.“
    Jenni (12)

„WiLmA ist etwas ganz Besonderes für mich, weil ich hier neue Freunde kennengelernt habe und von Dana gelernt habe, keine Angst haben zu müssen und mich nicht zu schämen.“
    Liljeta (10)

„WiLmA ist eine kleine Welt für Kinder und Jugendliche. Dort kannst du so sein, wie du willst. Man kann Spiele spielen und Bücher lesen. Natürlich gibt es auch einen Fußballplatz für die Jungs und für die Mädchen ein Bastelplatz, wo sie mit einer Bastellehrerin basteln.“
    Esra (10)

„WiLmA ist schön. Ich bin bei WiLmA, weil meine Freunde hier sind, weil ich hier Spaß habe, weil ich hier ganz viele Sachen lerne und weil ich neue Freunde finde. WiLmA ist einfach schön und ich werde hier immer hingehen.“ 
    Mila (11)

„WiLmA ist für mich nicht wirklich in Worte zu fassen. Da es hier sehr viele Kulturen gibt, ist es immer schön etwas Neues zu erfahren und zu lernen. Ich selber bin von Anfang an bei WiLmA (4 Jahre). Obwohl immer mal Mitarbeiter kommen und gehen, finde ich es trotzdem sehr schön. Es ist immer abwechslungsreich. WiLmA ist nicht nur ein Jugendzentrum, WiLmA ist wie eine kleine Familie für mich. Klar gibt es hier auch Streit und Probleme, was auch völlig dazugehört, die wir gemeinsam lösen. WiLmA ist wunderschön und ich wünsche mir, dass die Zeit mit WiLmA nie zu Ende geht.“
    Jacqueline (16)

„WiLmA ist so etwas wie ein Jugendtreff, aber für mich nicht, es sticht aus der Menge heraus. Es ist einzigartig. WiLmA gibt dir die Chance dich weiterzubilden. Zum Beispiel möchte ich die Schule wechseln, aber meine Eltern beherrschen die deutsche Sprache nicht so gut wie andere Eltern. Deshalb bitte ich WiLmA, also die Mitarbeiter um Hilfe. Ohne zu zögern, haben sie sich darum gekümmert. Also ganz im Ernst, welche Organisation hätte sich darum gekümmert? Es ist ein ‚Jugendtreff‘ der Spaß macht und der sich für dich interessiert.“
    Emircan (12)

„WiLmA ist echt toll, weil es hier so viele Sachen gibt die man machen kann, zum Beispiel kochen, spielen, basteln, bauen, putzen, man kann alles Mögliche machen. WiLmA ist wie ein drittes Zuhause für mich, ich komme schon seit fast 3 Jahren hier hin und es gefällt mir sehr, aber manchmal auch nicht wegen manchen Kindern oder weil es mir nicht gut geht. WiLmA hat auch eine Hausaufgabenbetreuung Dort war ich auch und es hat mir sehr viel geholfen und Spaß gemacht. Wir lernen hier auch singen und tanzen und geben Auftritte in Museen, auf Festen oder bei WiLmA. Man lernt neue Leute kennen und schließt Freundschaften. Hier macht es einfach Spaß. Wir fahren sogar zu Ausflügen und es kostet auch nicht so viel. Wir sind letztens zum Movie Park und zum Maislabyrinth gefahren.“
    Damla (13)

„WiLmA ist ein Ort, wo man viele Freunde finden kann, wo man weiß, dass man nie alleine ist, wo man sich wohlfühlen kann. Ohne WiLmA wäre ich Adem, ein Junge, der jeden Tag Zuhause sitzen würde und sich langweilen würde.“
    Adem (12)

„WiLmA ist nicht nur ein Jugendfreizeittreff für mich. Es bedeutet gleichzeitig Freunde, Spaß und Freude. Wenn mich jemand fragt was WiLmA ist kann ich es nicht beantworten. Es gibt hier so viele Möglichkeiten. Manche sagen einfach, dass WiLmA langweilig ist, obwohl sie nie hier waren. Wenn man in WiLmA reinkommt spürt man Harmonie. Man sieht wie Kinder spielen und wie Mitarbeiter den Kindern helfen. Es ist wie mein zweites Zuhause.“
    Jana (12)

 

WiLmA geht online

Liebe Leserinnen und Leser,

WiLmA ist eine Organisation für Kinder in Recklinghausen Süd. Übersetzt bedeutet WiLmA „Wohnen im Ladenlokal mit Aktion“. Wir betreuen Kinder sowohl in der Woche bei der Nachhilfe als auch am Wochenende beim Jugendtreff. Bei uns ist jedes Kind willkommen. Unser größtes Ziel ist es, den Kindern genügend Raum und Unterstützung für eine gesunde Entwicklung zu bieten.

Unser Blog trägt den Namen ‚Große Gedanken – Kleine Menschen‘, weil wir den Kindern mit diesem Blog die Möglichkeit geben möchten, auch einmal zu Wort zu kommen. Wir alle waren einmal Kinder beziehungsweise sind Kinder und kennen es daher zu gut von den Erwachsenen bevormundet zu werden. Dabei haben Kinder oftmals sehr gute, kreative und hilfreiche Gedanken, weil sie sich in einer völlig anderen Herangehensweise üben als wir Erwachsenen. Zudem sind wir es, die meist viel zu kompliziert denken, während Kinder daneben sitzen und sich einfach denken ‚Wo liegt überhaupt das Problem?‘. Innerhalb unseres Jugendtreffs besprechen wir mit den Kindern die verschiedensten Situationen, Thematiken und Problemstellungen und philosophieren gemeinsam über mögliche Lösungen und der Herkunft dieser Probleme. Damit die Gedanken der Kinder nicht innerhalb der vier Wände unserer WiLmA-Einrichtung verweilen, möchten wir diese nun via dieses Blogs mit der Welt teilen.

Daher werdet ihr in der nächsten Zeit regelmäßig die verschiedensten Theorien und Gedanken unserer Kinder zu unterschiedlichen Themen in diesem Blog mitlesen und verfolgen können. Unsere Kinder nehmen sie mit auf die Reise durch das simple Leben, der Einfachheit von Problemen und der Freude über die kleinen Dinge im Leben. Lassen sie sich darauf ein und erleben sie eine Denkweise, die sie von dieser Seite noch nie betrachtet haben. Lernen sie die Meinung von Kindern zu schätzen.

Denn schließlich sind Kinder unsere Zukunft.